Eine Website in einem Tag?

Manchmal möchte man auf seine Homepage verweisen können, ohne groß Inhalte dafür zu konzipieren. Mit einer einfach erstellten Webvisitenkarte bist du rasch online. Ich zeige dir was du dafür brauchst, und drei Beispiele, wie sowas aussehen kann.

Lesezeit: Minuten

Inhalt

Vor kurzem bekam ich einen Anruf von meiner Freundin, die dabei war, sich selbständig zu machen. „Sigrid, ich habe nächste Woche ein Meeting bei meinem Traumkunden. Ich brauche sofort eine Webseite!“

Was habe ich gemacht? Nachtschichten eingelegt? Immerhin ist sie eine wirklich gute Freundin … Aber nein! Es gibt entspanntere Arten, auf eine eigene Webseite verweisen zu können. Nämlich mit einer Web-Visitenkarte. Eine Web-Visitenkarte ist eine inhaltlich reduzierte Webseite, auf der nur das Nötigste Platz hat.

Rasch online mit einer Web-Visitenkarte

Wenn du dringend eine Homepage brauchst, hast du keine Zeit, dir lang einen Text einfallen zu lassen. Brauchst du auch gar nicht. Dein Name, ein paar Worte zu deinem Vorhaben, deine Kontaktdaten, und gut ist’s.

Wenig Text also. Da gilt es, den vielen Weißraum effektvoll zu füllen. Nichts gegen Weißraum, um einen schönen Text besser zur Geltung zu bringen. Aber in diesem Fall ist das Fehl am Platz.

Damit du nicht mit einer weißen Seite zu deinem Traumkunden gehen musst, auf der nur dein Name und deine Telefonnummer stehen, stelle ich dir drei effektvolle Web-Visitenkarten vor, die du selber schnell umsetzen kannst.

So eine Web-Visitenkarte ist auch super geeignet als erste Ansicht, bevor deine umfangreiche Webseite fertig gestellt ist. Quasi statt dem oft zwischengeschalteten Baustellen-Text „Hier entsteht gerade eine neue Webseite.“

In welchem technischen System du deine Web-Visitenkarte gestaltest, ist im Prinzip egal. Jimdo und Wix sind zur Zeit die bekanntesten Systeme für Selbermacher. Auf lange Sicht sind sie oft nicht die beste Wahl, aber für so schnelle Hau-Ruck-Aktionen sind sie durchaus okay.

Das brauchst du für deine Webvisitenkarte

Eine Web-Visitenkarte kommt also mit nur sehr wenig tatsächlichem Inhalt aus. Damit du die wenige Information visuell ansprechend präsentieren kannst – und nicht einfach dein Name allein auf weißem Feld steht –  brauchst du:

  • ein Foto
  • zwei Farben
  • eine Schriftart

Ein gutes Foto (von dir)

Was vermittelt in sekundenschnelle einen ersten Eindruck ohne dass ein Wort gefallen ist? Klar, ein Bild. Darum ist mein erster Tipp ein gutes Foto zu haben, das du großflächig einsetzen kannst. Am besten ist natürlich es ein gutes Porträtfoto von dir. Notfalls kannst du ein stimmungsvolles Stock-Foto nehmen. Ich bin prinzipiell immer gegen Stock-Fotos, aber im Fall einer Web-Visitenkarte brauchst du schnell eine Lösung, und darum soll hier eine Ausnahme gemacht werden. Bei der Bilderdatenbank Unsplash findest du gute professionelle  Bilder, die du kostenlos verwenden darfst.

Zwei Farben, die zu dir passen

Wie Bilder kannst du auch Farben großflächig einsetzen, um dem Weißraum entgegen zu wirken. Wichtig ist dabei eine Farbkombination, die zu dir und zum Charakter deines Business passt. Lies hier, wie du eine passende Farbe findest und eine Farbpalette erstellst.

Eine Schriftart, die dir entspricht

Neben Bildern und Farben sind Schriften die Zutat, die ein stimmiges Design ausmacht. Für eine Web-Visitenkarte reicht es da vollkommen, mit einer passenden Schriftart für Überschriften zu arbeiten. Trau dich da unbedingt aus dem Rahmen „Verdana, Arial und Co“ auszubrechen. Bei Google Fonts findest du eine Bibliothek an gratis Schriften, die du schnell und unkompliziert anwenden kannst. Hier erkläre ich, wie du eine passende Schriftart findest. 

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Beispiele für Webvisitenkarten

Drei effektvolle Web-Visitenkarten, die du schnell umsetzen kannst:

Sehr groß und mittig schreibst du deinen Namen oder Firmennamen. Zu diesem Zeitpunkt brauchst du kein Logo. Darunter schreibst du eine Beschreibung deiner Tätigkeit, in dem Beispiel oben „PR Consultant“. Dein Porträt-Foto kommt darunter, daneben ein Zitat von dir, oder dein Elevator Pitch. Damit es etwas aufgelockert aussieht, kannst du den Text übers Bild legen. Im Beipsiel oben habe ich drei Schwerpunkte – Lifestyle, Health, Hotellerie – herausgenommen. Die kannst du z.B. in einen Rahmen, oder auch auf eine Farbfläche setzen. So kann sich dein Website-Besucher unter den Begriffen gleich etwas konkretes vorstellen, ohne dass du lange Texte verfassen musst.

verwendete Google Fonts: „Playfair Display Black“ mit „PT Sans Regular“ 

Diese Web-Visitenkarte lebt von einem guten, großen Foto und den Farbflächen, die über dem Bild liegen. Oben ein kurzer Text, unten die Kontaktmöglichkeiten – sehr viel mehr Information gibt es hier nicht, und dennoch sieht es professionell aus. Merke, wie ich hier das Foto bis zum Rand gesetzte habe. Dann nennt man „randabfallend“ und macht gleich etwas her, weil es das Auge ins Bild hineinzieht.

verwendete Google Fonts: „Yeseva One Regular“ mit „Montserrat Medium“

Auch wenn du kein Foto von dir selber zeigen möchtest, noch keines hast oder aber dein Thema mehr im Vordergrund stehen soll, kannst du unkompliziert eine schnelle erste Webseite erstellen. Wichtig für die Wirkung dieser Homepage ist die Fläche mit dem großen, plakativen Text drauf, und der starke Farbkontrast grün/rosa, wodurch auch der Button sehr gut zur Geltung kommt.

verwendete Google Fonts: „Vidaloka“ mit „Oswald Semibold“

Für dich zum mitnehmen:

  • Eine Web-Visitenkarte eignet sich wunderbar wenn du noch keine große Seite erstellen möchtest.
  • Achte darauf, die wenigen Informationen visuell ansprechend zu präsentieren. Dabei helfen: ein gutes Foto, zwei Farben und eine interessante Schrift.
  • Wähle ruhig große Schriftgrößen, farbige Hintergründe und kontrastreiche Textfelder / Buttons.
  • Wenn du deine erste Web-Visitenkarte erweitern möchtest, vermeide diese gängigen 5 Website Fehler, die dich Kunden kosten.
Sigrid Thomas Brand Design
Sigrid Thomas

Ich entwickle die unverwechselbare Linie, mit der sich Selbstständige präsentieren. Von der Gestaltung des Logos, über Drucksorten bis zur fertigen Website ist es mir wichtig, dass sich der rote Faden durchzieht.

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